Hinten und vorne ging nichts


Nach dem erbärmlichen Auftritt unserer Mannschaft beim VfB fehlen mir so ziemlich die Worte (das Michael A. Roth-Syndrom greift um sich…). Deshalb nur so viel zum gestrigen Spiel:

Im Angriff herrschte Ladehemmung und die Hintermannschaft war so offen wie das Dekolleté der Kanzlerin.

Wie heißt’s so schön: Hinten und vorne ging nichts. Das Motto dieser Saison…

33 Kommentare

  1. Gretl sagt:

    “…und die Hintermannschaft war so offen wie das Dekolleté der Kanzlerin.”

    Der Tag danach ist schlimm genug, aber mich nun auch visuell fertig zu machen… jetzt is mir schlecht

  2. Töffi sagt:

    Auch, wenn ich mich hier jetzt richtig unbeliebt machen sollte…

    Ich finde, dass das 0:3 in Stuttgart genau richtig gekommen ist. Denn damit sind hoffentlich alle Blender und Träumer auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Oder hat jemand nach nach den vergangenen desatrösen Monaten ernsthaft noch an ein Wunder geglaubt??? Warum sollte sich alles plötzlich für den Club wenden?

    Und wenn ich jetzt schon wieder lese oder höre: “Wir müssen jetzt unbedingt gegen Bielefeld und Duisburg gewinnen…”
    Genau das gleiche habe ich auch vor den Spielen gegen Cottbus und Rostock gelesen bzw. gehört. Mit den bekannten Ausgängen…

  3. JayJay sagt:

    Jetzt müsste es einen Ruck machen. Nicht spielerisch sondern über den Kampf. Ich selbst habe mit meiner Eintracht zur Genüge solche Situationen gehabt. Sie haben fasst immer noch den Kopf aus der Schlinge gezogen. (Spiele gegen FCK, Ulm, Reutlingen). – Diva, aber wenn es drauf ankommt schlagen sie Real.
    Das fehlt mir beim Club. Zu schnell wird resigniert – bei Fans und Mannschaft. komisch irgendwie. Obwohl ja die Mannschaften allesamt ein zusammengewürfelter Haufen sind, gibt es anscheinend Eigenschaften die jeder Verein mit sich führt. Das schicksalsergebene, fatalistische scheint wohl zum Club und den Franken zu gehören…

    Sehr, sehr schade!
    Klappt es nicht gegen VW, muss man sich wohl von Euch verabschieden. Spieler, die es verbockt haben, ziehen dann für Schleuderpreise weiter. Mich ärgern dann auch die 6 Punkte die ihr von uns bekommen habt..

  4. belschanov sagt:

    Tja JayJay, auf diesen “Ruck” warte ich seit Oktober vergeblich.

    Trotzdem vielen Dank für die mitfühlenden Worte!

  5. BÄIDERLESBOU sagt:

    was für eine enttäuschung gestern… bin am pc gehockt und hab den scheiss ticker des ganze spiel laufen lassen. weis gar ned warum ich mir sowas antue…ich bin hald glubberer und kann einfach nicht mal eben in den videotext schauen wie der glubb gespielt hat. des geht ned. muss immer dabei sein aber wenn man dann so entäuscht wird und nach 2 min schon lesen muss “ohh kapitaler fehler der hintermannschaft führt zum rückstand” da könnt ich den scheiss pc aus dem fenster werfen…da hab ich echt besseres zu tun. sonntag in der nord muss es abgehn das die mannschaft die wirklich allerletzte chance warnimmt weil danach geht nix mehr egal gegen wen wir noch spielen. in diesem sinne KÄMPFT FÜR UNSERE FARBEN, GEBT ALLES FÜR DEN SIEG. GLUBB ALLEZ

  6. dragotoschi sagt:

    Arner Club! Wissen die Herren Spieker eigentlich, dass Fussball ein Kampfspiel ist ? Und dann noch die großartige Auswechslungstatik von TvH!!! Beim Stande von 0:3 zur Halbzeir kein Stürmer mehr auf dem Platz. Mir war nach dem Spiel echt zum Kotzen zumute! Ich gkaube noch an den Heimsieg… Aber dann… Dann sag ich nichts mehr, wie der Präsident im Regenspiel…Eine Schei….

  7. Manu sagt:

    hab das spiel bis zur 30 minute in ner kneipe gesehen. da es um was ging zeigte der wirt unseren glubb. als das drei null fiel hat er auf konferenz umgeschaltet.

    mehr braucht ma net sagen. wenn ma sonntag verlieren, dann war es das.

    mit leuten wie kristiansen, der nicht bundesligatauglich ist, steigt man halt ab.

    lächerlich wie boka den an der mittellinie tunnelt…und sowas ist profi, poklasieg tor hin oder her. bei dem zeigt es sich wieder: auch ein blindes huhn findet mal ein korn. torschützenkönig in dänemark war der mal, des muss sein zwillingsbruder gewesen sein…

  8. Hamburger sagt:

    Ich habe bereits vor mehreren Monaten prophezeit,daß der Club absteigt. ” In memoriam” an 1968/69, als wir als Meister abstiegen.Geschichte wiederholt sich: Diesmal sind wir als Pokalsieger dran. Damals habe ich als Jugendlicher Rotz und WASSER geheult…..heute bin ich fassungslos: Wie kann man mit einer derart gut besetzten Truppe absteigen? …..heul…

  9. Burk sagt:

    @JayJay
    Wir Fans resignieren nicht vorzeit, wir können nur Kopfrechnen…
    Burk

  10. Gretl sagt:

    Die letzten 3 Spiele waren für mich der langersehnte Ruck. Und gaben mir Hoffnung, dass die Mannschaft endlich aufgewacht ist und das Ruder noch rumreisst. Umso bitterer, dass es dann gestern zu so einem fatalen Rückschlag kam.
    Für mich gilt seit gestern Abend nur noch: Wenn schon untergehen, dann wenigstens mit wehenden Fahnen :(

  11. ralf sagt:

    Jetzt zählen nur noch Siege.Und das die anderen verlieren.

  12. Jones sagt:

    habe gerade auf you tube ein altes interview mit hans meyer und mirko slomka angesehen. war so eine acht minuten nachbericht auf premiere von liga pokal spiel bei der 2 zu 4 niederlage gegen schalke. im nachhinein sehr interessant für clubbfans. da macht der hans nicht gerade werbung für sich und die mannschaft. bin kei hm kritiker und man darf oder durfte dieses spiel nicht überbewerten, aber im nachhinein sehr sehr interesant. uns slomka auch nichtmehr im amt.

  13. Gretl sagt:

    *seufz..H.M. fehlt mir

  14. Christian sagt:

    Im Anschluss an Töffi und Hamburger hab ich mir auch so manchen Gedanken gemacht …

    Zum einen wiederholt sich Geschichte nicht, der Club würde nicht wie 1968 als amtierender Meister absteigen, nein 2008 würde er nicht einmal mehr als amtierender Pokalsieger absteigen, denn der neue wird ja schon am Vorabend gekürt – in einem altbekannten, ja wie ich finde, in einem altbackenem Duell, dem der Glanz des Neuen vom Vorjahr gänzlich abgehen dürfte …

    Genau am Tag nach dem Pokalfinale, aus dem letztes Jahr der Club als Sieger hervorgegangen ist, bestreitet die im Kern noch selbe Mannschaft ein ansonsten gewöhnliches Ligaspiel, das ihre eigene Abdankung sein kann. Man könnte meinen, ein Kreis schließt sich …

    Schicksalsspiel scheint mir ein allzu strapaziertes Wort, Endspiel gefällt mir bedeutend besser, gerade im Hinblick auf die wenigen, die noch folgen und zu einem Auslaufen in der Ersten Liga werden können.

    Endzeitstimmung oder Endspieleinstellung bei den Spielern, das ist doch die Frage! Zu gewinnen gibt es zwar nichts, jedoch zu verlieren. In Stuttgart, dem gewesenen Gegner im letzten Pokalfinale, hat sich der Untergang dieser Elf so deutlich abgezeichnet wie noch nie, genau im rechten Augenblick, um die Augen zu öffnen und noch rechtzeitig den Abstiegskampf anzunehmen, dem man sich so lange im Schatten des Europa-Pokals verwehrt hat.

    Die letzte Ausfahrt vor der Zweiten Liga heißt nun Wolfsburg, genau am Tag nach dem Pokalfinale, bei dem die letztjährige Siegerelf diesmal nur zusehen kann. Da wird sich zeigen, ob diese Mannschaft ihr Phlegma, ihre Lethargie abzuschütteln vermag, das Ruder mit aller Kraft, der sie sich wohl nicht mehr so bewusst war, herumreißen kann … und die eng gewordene Kurve nach oben kratzt.

    Genaueres wissen wahrscheinlich nur Knall- und Wetterfrösche … und vielleicht der liebe Fußballgott. Ich bete für ein gutes, glückliches Saisonende für den Club!

  15. belschanov sagt:

    Tja Freunde, dem, was Christian geschrieben hat, ist wohl nichts hinzuzufügen…

  16. Clyde sagt:

    ich befürchte nur dass einige sich leicht mit einem abstieg abfinden würden. die meisten kommen doch alle bei anderen vereinen unter… das juckt die nicht so sehr.
    ein grlic oder ein bassila oder ein kauf kämpfen wie die ochsen weil sie nur in der ersten liga bleiben wenn sie nicht absteigen!!! die will sonst keiner.
    bei uns wird schon hinter den rücken verhandelt, spekuliert und diskutiert wer wo landen könnte.
    zum kotzen. der fan ist der depp.

    lest mal was das fussballmagazin 11freunde vor der saison geschrieben hat:

    “”kaum ein slogan bringt in der bundesliga das absolute bekenntnis zu einem verein so präzise auf den punkt wie der schlachtruf der nürnberger fans: “wir sind der club!”
    vier worte nur, die doch so viel mehr aussagen als vielstrophige hymnen. fränkische fanpoesie im stenogrammstil, kontrolliertes pathos ohne viel brimborium. dabei entstammt der populäre leitspruch einer zeit, in der niemand die aktuellen erfolge des dfb-pokalsieger und uefa-pokalteinehmers auch nur zu erträumen erwagte. noch vor wenigen jahren diente er den frustrierten anhängern als wütend skandierte parole zur abgrenzung von jenen unmotiviert wirkenden fußball söldnern unten auf dem platz die den FCN wieder einmal bedrohlich nahe an den abgrund gekickt hatten.
    die botschaft war eindeutig: spieler, trainer und funktionäre mögen kommen und gehen, doch WIR, die fans bleiben bestehen – und mit ihnen der club als eine ideologie, die von sportlichen momentaufnahmen, von siegen und niederlagen, auf- und abstiegen völlig losgelöst funktionert….”"

  17. Christian sagt:

    @ belschanov: Danke für das kleine Kompliment, wenn ich dich so verstehen darf.

    Ob und wie sich emotionale Bindungen von Spielern an den Verein ergeben, insbesondere eine Identifikation mit dem Club, der uns am Herzen liegt, weiß ich nicht, meine aber es braucht den richtigen Typen und ausreichend Zeit.

    Im Binden von auch alt- und ausgedienten Spielern scheint mir der Club in der Vergangenheit kein besonderer Meister gewesen zu sein. Auch die Bayern lassen Spieler fallen und gehen, aber die können sich dies leicht leisten, genannt seien an diese Stelle Elber und Makay, der für ersteren kam und zuletzt Toni wich.

    Welche Spieler der sich vereinsgebunden fühlenden Art aus den letzten Jahrzehnten beim Club fallen einem da ein? An erster Stelle vielleicht ein Andy Köpke. Leider ein Michael Wiesinger, Frank Baumann, David Jarolim oder Stefan Kießling eher nicht, wobei ich allen genannten keinen Vorwurf machen will.

    Aus jenem vereinstreuen Holz scheint mir derzeit ein Marek Mintal am ehesten (als Cluberer von Herzen) geschnitzt. Vielleicht wäre auch Martin Driller, der von Pauli kam, ein solcher Typ gewesen. Aber mit ihm hat man sich überworfen.

    Mintals Vornamensvetter Nikl, hätte der Herzblut im Abstiegskampf missen lassen … Hart genug ist er gewesen, so hart, dass er mir im Pokalfinale anfangs richtig Angst gemacht hat. Hingegen Pinola kämpft immer, wenn auch nicht immer glücklich, aber er kämpft, das scheint sein Naturell.

    Schäfer – auch ihm mache ich keinen Vorwurf – hat vor dem Beginn der letzten Saison, Sommer 2006, gegenüber dem KICKER gesagt, dass es ein entscheidendes Jahr wird. Es sind zwei entscheidende Jahre geworden.

    Hoffen wir das Beste, gerade genug für unsern Club!

  18. belschanov sagt:

    @Christian: “Welche Spieler der sich vereinsgebunden fühlenden Art aus den letzten Jahrzehnten beim Club fallen einem da ein?” Neben Köpke auf alle Fälle noch Thomas Brunner und DIETER ECKSTEIN!

  19. Rangers sagt:

    Der Andy ist doch auch nach dem Abstieg gegangen und erst wieder zur Rente zurückgekommen!! Und der Eckes war doch auch mal in Frankfurt oder? Aber das sind sicherlich noch die, die sich am meisten mit diesem Verein identifiziert haben!!
    Und natürlich der Marc Oechler Fussballgott,sicherlich nicht der Beste aber einer der Treuesten!!
    Bei der heutigen Söldnermentalität weisst ja gar nicht mehr ob die für oder gegen ihren Verein spielen!!
    Die Guten kommen in der 1.Liga immer unter und die Schlechteren verbessern bei einem Abstieg ihre persönliche sportliche Situation sogar!!
    Da kicken manche lieber noch ein paar Jahre beim Club in der 2.Liga als dass sie in der 1.Liga aussortiert werden und sich einen neuen Verein suchen müssen!!
    Jetzt können sie ja nochmal am Sonntag beweisen, dass dem nicht so ist und endlich Eier zeigen!!

  20. ralf sagt:

    Sonntag ist das erste Endspiel.

  21. Failhaid sagt:

    Außerdem:Mit so einer Leistung(Wenn da überhaupt eine da war)kann man sich ja auch nicht gerade für einen Wechsel anbieten.Die Kämpfer rein am Sonntag,die die noch dran glauben und sich aufopfern für den Club(z.b. Mintal).Wenn nur alle Spieler so am Club hängen würden wie unser Präsident Roth…

    Verlieren wir am Sonntag,kann ich immer noch sagen:”I bin a Glubberer,des ganze Abschdiegsgwaaf,des is mer worschd,wal negschds Joar steich mer widder aaf!”

  22. Gretl sagt:

    “Verlieren wir am Sonntag,kann ich immer noch sagen:”I bin a Glubberer,des ganze Abschdiegsgwaaf,des is mer worschd,wal negschds Joar steich mer widder aaf!”

    Genau Failhaid. Du hast so Recht! Su mach ichs etzert a :-)

  23. Christian sagt:

    @ belschanov: Ja, es fallen einem noch welche ein!

    DORFNER, aber auch ihm haben windige Vereinsführer eins reingewürgt. Nach all diesen Haas’ und Voacks kann man über einen Roth nur froh sein. Der gab zwar immer mal wieder den Patriarchen, aber letztlich hat er seine Aufgabe richtig verstanden.

    Was die Trainer betrifft hat der Club spätestens mit Auge, Wolf, Meyer und auch von Heesen immer wieder einen guten Griff gemacht. Diese haben alle ihre genauen Vorstellungen, einen Plan, ein Konzept.
    Ein Schäfer, der auf der Autobahnraststätte absagte, so dass Reimann kam, oder ein Neururer, der per SMS absagt, das waren sicherlich ungeeignete Kandidaten.

    Insofern erkenne ich durchaus eine gute Entwicklung beim Club, steht nur noch der entsprechende sportliche Erfolg aus …

  24. Danke Jones und Ronny für den Tipp und Link auf das Interview

    Wenn jemand wissen will, warum wir da stehen, der sollte sich einfach das wirklich mal anhören. Denn genau das haben wir nicht mehr los bekommen. Zu verspielt, den Tick immer zu weit weg, die Mannschaftliche Geschlossenheit und der Biss

    hier noch mal der Link

    http://de.youtube.com/r...eyer&search_type=

  25. manu sagt:

    vereinstreue hin oder her. die leute im kader sind profis und von denen muss man professionelle arbeit erwarten können. bei ihrer löhnung.´

    von einem arbeiter an der maschine erwartet man dies auch, macht er net wird er gefeuert.

    also: kristiansen weg!!!

    wenn wir morgen verlieren, dann nützen uns auch die spiele gegen duisburg und bielefeld nichts mehr. cottbus kann gegen rostock die klasse aus eigener kraft halten.

    energie hat es vorgemacht: ärmel hochkrempeln und arsch aufreißen!

    auf geht´s glubb!!!

  26. sam sagt:

    weiss jemand wo man die einlauf melodie vom pokalfinale herbekommen kann??? bzw den titel oder den interpreten?? echt hammer!! weckt erinnerungen an letztes jahr als wir in berlin waren

  27. Josef S. sagt:

    Es ist gut, dass der 1. FC Nürnberg so schlecht spielt.
    Noch besser wäre es, wenn er noch schlechter spielen würde (sofern das geht), den Spielbetrieb einstellen und sich auflösen würde.
    Vielleicht würden dann die Clubfans aufwachen und merken, dass es wesentlich Wichtigeres gibt als Fußball, dass es besser wäre, die eigene Lebenszeit nicht mit all diesem Soccer-Nonsense zu vergeuden.

  28. Wladimir I. L. sagt:

    Lieber Jossif,

    Ich weiss, dass es wesentlich wichtigeres als fussball gibt. gerade deshalb liebe ich ihn so, weil es um gar nichts geht und damit auch wieder um alles. ein spiel ist nun mal ein sinn- und abbild der welt, und deshalb auch so faszinierend. und gerade der Club bietet unendlich viel drama, tragik und somit auch herzblut. geliebt habe ich ihn schon immer, aber inzwischen weiss ich auch warum, denn nur im spiel ist der mensch ganz mensch. politik ist nur ein notwendiges übel.
    Patrick

  29. Gretl sagt:

    @Josef: “die eigene Lebenszeit nicht mit all diesem Soccer-Nonsense zu vergeuden.”

    sondern?

  30. Josef … es ist wohl wieder Zeit den guten Nick Hornby herauszuziehen:

    „Ich verliebte mich in den Fußball, wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerrissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würden …“

    Oder sogar sich selbst:

    Fußball ist schlicht eine wunderbar einfache Sache. Es ist ausreichend komplex, um sich lange damit zu beschäftigen, kulturell so stark verwurzelt, dass auch andere gesellschaftliche Themen berührt werden, und doch so populär, dass man immer ein dankbares Thema hat, wenn auf der Party partout kein Gespräch sonst aufkommt. Und dabei geht es eigentlich um ‘nichts’, nichts existentielles jedenfalls – und vielleicht ist gerade das das Geheimnis. Man verlagert einen Teil seiner Aufmerksamkeit und Emotionen auf ein vollkommen unwichtiges Thema. Kommt der Abstieg, hofft man nach bitteren Momenten eben wieder auf den Aufstieg. Und verliert man, dann kommen eben die nächsten 90 Minuten, die bei 0:0 beginnen. Jede Saison haben am Anfang alle 0 Punkte, jede Saison darf man ein bisschen träumen. Wenn das Leben doch immer so wäre.

    http://www.endl.de/webl...-gemeine-fussball-fan/

    Am Ende aber steht eigentlich immer eines: Respekt. Respekt davor, dass sich der eine wie besessen mit seinem Garten beschäftigt, der andere sich eben für Fußball interessiert. Sich in einem speziellen Fan-Blog (wie diesem hier) in den Kommentaren 1 1/2 Stunden vor einem entscheidenden Spiel so zu melden, lässt mich aber daran (am Respekt) zweifeln. Aber … keine Sorge … ich nehm es nicht persönlich, ich hab nämlich gerade anderes im Kopf.

  31. belschanov sagt:

    Habe mir gerade die Tabelle (oder besser: das Tabellenende) angeschaut und dabei etwas festgestellt, was mir Mut machen würde, wenn ich noch Vertrauen in die Mannschaft hätte: Wenn der FCN die beiden anstehenden Heimspiele gewinnt, steht er vor den letzten vier Spielen nicht mehr auf einem Abstiegsplatz!

    Gewinnt er heute tatsächlich gegen VW, sieht das Tabellenende von – unten aus betrachtet – so aus: 18. Duisburg (25 Punkte), 17. FCN (26), 16. Rostock (27), 15. Bielefeld (28), 14. Cottbus (29).

    Nächste Woche kommt dann Bielefeld nach Nürnberg, d.h. der Club hätte, wenn er auch in diesem Spiel einen Dreier einfährt, 29 Punkte. Damit stünde er vor Bielefeld, Duisburg und entweder Rostock oder Cottbus auf dem 15. Platz. Denn: Am nächsten Spieltag empfängt Cottbus die Rostocker. Selbst wenn Hansa da drei Punkte holt, wäre der Club auf einem Nicht-Abstiegsplatz, weil sein Torverhältnis besser ist als das der Cottbusser.

    Die Mannschaft ist jetzt am Zug, sie hat es selbst in der Hand. Wenn sie diese Chance nicht nützt, hat sie in der Bundesliga wirklich nichts verloren…

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